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Seelandkai, Ausbau zum ConRo-Terminal

Beschreibung des Projektes:

Der Seelandkai befindet sich in Lübeck-Siems. Hier wurde auf dem nordwestlichen Teil des Geländes der ehemaligen Flender Werft eine insgesamt 12 ha große Fläche in eine Hafenanlage für ConRo-Verkehre (Container- sowie RoRo-Umschlag) ausgebaut. Die bisher fertig gestellten Flächen sind der 2. BA, 3. BA und 4. BA Teil A. Alle Bauabschnitte umfassen die Herstellung der Oberflächenbefestigung in Form von Pflasterflächen inklusive Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Beleuchtung. Im Zuge des zweiten Bauabschnitts wurde zunächst auf 253m Länge eine Kaimauer erstellt sowie wasser- und landseitig Kranbahnschienen für Containerbrücken verlegt. Die landseitigen Kranbahnschienen sind dabei auf Ortbetonrammpfählen gegründet. Die Container können über eine feste Rampe im RoRo-Verfahren und über die Containerbrücke im Lift on Lift off–Verfahren befördert werden. Zusätzlich wurde ein Dalbensteg mit rückwärtiger fester RoRo-Rampe als Anleger für 205m–Schiffe hergestellt und die alte Kaimauer am Ausrüstungskai ertüchtigt. Insgesamt stehen damit derzeit 3 Anleger zur Verfügung. Ein 4. Anleger oberhalb des Herrentunnels ist in Planung. Im 2. und 3. BA wurden außerdem 2.200m KV-Gleise (kombinierter Ladungsverkehr) geschaffen, die den Transport der Ladung auch über die Schiene ermöglichen. Zu diesem Zweck wurden insgesamt drei neue Weichen eingebaut, die den Anschluss an die die Fläche querende DB-Strecke (Uferbahn) sicherstellen.

 Projektbeteiligte:

Auftraggeber: Lübeck Port Authority
Hafenbetreiber: Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH
Planung: KMT Ing.-Gesellschaft, Hamburg (2. BA)
Baukontor Dümcke, Lübeck (3. und 4. BA)
Bauoberleitung, Bauüberwachung: IWB und Vössing Ing.-Gesellschaften, Hamburg (2. BA)
Lübeck Port Authority (3. und 4. BA)
Bodengutachter: Baukontor Dümcke, Lübeck

 Zeitraum:

1. BA: 2000/2001 (Teilfläche am ehemaligen Ausrüstungskai)
2. BA: Mai 2005 bis Dezember 2006
3. BA: Januar bis August 2007
4. BA (A): September 2007 bis April 2008
4. BA (B): vorauss. 2009

Kosten:      

Bauabschnitte 1 bis 4 zusammen ca. 25.000.000  Euro

Besonderheiten:

Bei den erforderlichen Rammarbeiten für die neue Kaimauer und den Kranbahnbalken war eine erhöhte Rücksichtnahme auf den die Fläche unterquerenden Herrentunnel erforderlich. Es wurden fortlaufend Schwingungsmessungen im Tunnel durchgeführt, um eine Gefährdung des Bauwerks zu vermeiden. Die Herrentunnel AG führte zudem auch noch zeitgleich den Abbruch der Herrenbrücke durch (s. Bild 2).

Kontakt:

Manon Saß, Tel. 0451 / 122 6921, E-Mail: manon.sass@luebeck.de

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ÜbersichtsplanBauphase 2. BA, im Hintergrund Rückbau der Herrenbrücke